Leichtathletik
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17.09.2022 10:23 Alter: 11 days
Kategorie: Leichtathletik

Bestweite beim Hammerwurf

RASENKRAFTSPORT - Sabrina Zeug dreifache deutsche Meisterin – Eigenen Rekord knapp verpasst


Im ersten Versuch hat Sabrina Zeug ihre Bestweite im Hammerwurf auf 51,54 Meter nach oben geschraubt. Foto: Privat

Mit drei Titeln und einer persönlichen Bestweite ist Sabrina Zeug von den Internationalen Deutschen Meisterschaften im Rasenkraftsport der Senioren und Seniorinnen in Waiblingen zurückgekehrt. Ein Ziel hat die Athletin der SG Hausham aber verpasst.
Bei den Titelkämpfen des Deutschen Rasenkraftsport- und Tauzieh-Verbands ging die 30-Jährige als klare Favoritin der W30 an den Start. Entsprechend ging es nicht darum, ob sie mit Titeln aus Baden-Württemberg zurückkehren würde, sondern mit welchen Leistungen. „Ziel des Wettkampfs war, die bestehende Dreikampf-Bestleistung von 2887 Punkten zu verbessern“, erklärte Trainer Hans Zenzinger. Diese hatte Zeug erst vor zwei Monaten bei den Deutschen Meisterschaften in Dissen aufgestellt (wir berichteten).
Der Dreikampf im Rasenkraftsport besteht aus Steinstoßen, Gewichtwurf und Hammerwurf, wobei die ersten beiden Disziplinen auch für den Einzeltitel gewertet werden. Hammer-Titel werden in der Leichtathletik vergeben. Mit diesem Gerät gelang Zeug gleich im ersten von vier Versuchen eine neue Bestweite: 51,54 Meter. Exakt 1,20 Meter weiter als ihr bisheriger Rekord, bei dem sie erstmals in einem Wettkampf die 50-Meter-Marke geknackt hatte.
Auch im Gewichtwurf zeigte Zeug eine hervorragende Form und kam mit 24,95 Metern auch fast an ihren persönlichen Rekord (25,36 Meter) heran. Damit sicherte sich die Haushamerin den Titel. Doch ausgerechnet in ihrer Paradedisziplin, dem Steinstoßen, blieb Zeug hinter ihrem Leistungsvermögen zurück. Zwar bedeuteten 12,93 Meter den Titel. Allerdings kosteten sie die 19 Zentimeter weniger als in Dissen einige Punkte. Das konnte auch der hervorragende Hammerwurf nicht ausgleichen, sodass sie mit 2880 Zählern knapp an ihrer Bestleistung vorbeischrammte. „Ansonsten absolvierte sie einen super Wettkampf“, sagte Zenzinger zum Steinstoßen. Wirklich grämen musste sich die 30-Jährige aber nicht. Schließlich war die Punktzahl gleichbedeutend mit dem dritten Titel der Meisterschaften.
So fuhr sie sichtlich froh nach Hause. Und auch Trainer Zenzinger war schlussendlich zufrieden mit den Ergebnissen. „Mit dem Wissen, dass noch mehr möglich gewesen wäre“, kann er sich ein bisschen gut gemeinte Kritik nicht verkneifen.
Quelle: Miesbacher Merkur vom 16.9.2022